Tragischer Unfall

Försterin stürzt 250 Meter in Tod

Oberösterreich
25.04.2007 20:05
Tragisches Ende eines jungen Lebens: Eine 27-jährige ostdeutsche Forstgehilfin hatte im Traunsteingebiet Windwurfschäden kontrolliert. Dabei stürzte sie 250 Meter in den Tod. Beim Arbeitgeber, den Bundesforsten, sind alle erschüttert. Und ihre Freundin, die das Opfer in unser Land lotste, macht sich große Vorwürfe.

Die aus Potsdam gebürtige Forstgehilfin Jana Mehrländer hatte erst seit März für die Bundesforste gearbeitet. Ihre Freundin, die schon länger für das staatliche Unternehmen tätig ist, hat sie quasi in unser Land gelotst, als die Bundesforste nach dem Orkan „Kyrill“ zusätzliche Kräfte suchten. Und sie wurde zum fünften Opfer bei Aufräumarbeiten…

Jana Mehrländer markierte im Karbachtal im Traunsteingebiet zu fällende Bäume - alleine. Als sie nicht heimkam, schlug ihre besorgte Kollegin Alarm. Kurz vor Mitternacht rückten die Bergretter der Ortsstelle Gmunden aus, wurden von den Traunkirchener Kameraden unterstützt. Insgesamt waren 37 Bergretter und drei Alpinpolizisten in dem teilweise unwegsamen und steilen Gelände im Einsatz. Um 8 Uhr früh fanden sie die Leiche. Sie wurde mit dem Polizeihubschrauber geborgen.

Auch Janas Chef, der Gmundener Bundesforste-Betriebsleiter Josef Kerschbaummayr, ist schockiert: „Das hat uns alle schwer getroffen. Sie war so einsatzfreudig und so engagiert. Ihr Freundin ist ganz fertig, weil sie Jana den Job vermittelt hatte. Aber ich hab´ ihr gesagt, dass ich mir ja genauso Vorwürfe machen könnte: Schließlich habe ich die Jana eingestellt.“

 

 

 

 

Foto: Privat

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