Zur Erinnerung: LH-Stellvertreter Franz Hiesl hat die Detailplanungen bereits in Auftrag gegeben. Gegen den Willen von Schalchen-Bürgermeister Stefan Fuchs, durch dessen 3700-Einwohner-Ort die Umfahrungs-Trasse führen würde. Und der nun erklärt: „80 der 88 Landwirte, die für die Umfahrung Grundstücke abgeben müssten, weigern sich.“ Was bedeutet, dass die Bauern vom Land enteignet werden müssten. „So weit sind wir noch nicht. Es liegen ja nicht einmal alle Bewilligungen vom Land vor“, sagt Postlmayr, der jedoch ergänzt: „Aber in letzter Konsequenz müsste das Land zu dieser drastischen Maßnahme greifen.“
Sogar Mattighofens Ortschef Josef Öller, der von der Umfahrung profitiert, versteht den Ärger: „Man hat nicht die beste Lösung gesucht, sondern nur versucht, eine billige Variante zu finden. Und man hat die konfliktträchtigste gewählt.“ Das Land findet also Geiz geil… Er hätte eine weiträumigere Umfahrung bevorzugt: „Wenn man von Ried nach Salzburg fährt, sieht man, dass die Straßen bei uns in katastrophalem Zustand sind.“
Auch Postlmayr fände eine weiträumige Umfahrung „wesentlich vernünftiger“. „Vor allem wenn man bedenkt, dass auf Deutscher Seite die Autobahn bereits bis Simbach kurz vor der Grenze geht. Da könnte man doch gleich einen ordentlichen internationalen Anschluss planen.“
Foto: Alois Furtner
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.