Streit um Umfahrung

¿Bauernaufstand¿ gegen Trasse

Oberösterreich
25.04.2007 19:35
„Wir werden uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln wehren!“ Also Sprach Johann Postlmayr, Gemeinderat in Schalchen und als Anwalt nun der Rechtsvertreter der protestierenden Gemeinde. Seine Mission: Die Verhinderung der in Schalchen sooo verhassten Ost-Umfahrung von Mattighofen.

Zur Erinnerung: LH-Stellvertreter Franz Hiesl hat die Detailplanungen bereits in Auftrag gegeben. Gegen den Willen von Schalchen-Bürgermeister Stefan Fuchs, durch dessen 3700-Einwohner-Ort die Umfahrungs-Trasse führen würde. Und der nun erklärt: „80 der 88 Landwirte, die für die Umfahrung Grundstücke abgeben müssten, weigern sich.“ Was bedeutet, dass die Bauern vom Land enteignet werden müssten. „So weit sind wir noch nicht. Es liegen ja nicht einmal alle Bewilligungen vom Land vor“, sagt Postlmayr, der jedoch ergänzt: „Aber in letzter Konsequenz müsste das Land zu dieser drastischen Maßnahme greifen.“

Sogar Mattighofens Ortschef Josef Öller, der von der Umfahrung profitiert, versteht den Ärger: „Man hat nicht die beste Lösung gesucht, sondern nur versucht, eine billige Variante zu finden. Und man hat die konfliktträchtigste gewählt.“ Das Land findet also Geiz geil… Er hätte eine weiträumigere Umfahrung bevorzugt: „Wenn man von Ried nach Salzburg fährt, sieht man, dass die Straßen bei uns in katastrophalem Zustand sind.“

Auch Postlmayr fände eine weiträumige Umfahrung „wesentlich vernünftiger“. „Vor allem wenn man bedenkt, dass auf Deutscher Seite die Autobahn bereits bis Simbach kurz vor der Grenze geht. Da könnte man doch gleich einen ordentlichen internationalen Anschluss planen.“

 

 

 

Foto: Alois Furtner

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