Edgar Holzknecht (45), der in Garsten lebt, geht in die Natur hinaus, um Stimmungen, Farbtöne und Formen zu sammeln. Im Atelier tritt das Naturerlebnis dann zurück. Das Erleben wird in bildnerischen Kompositionen umgesetzt.
Holzknecht geht dabei sehr langsam vor, denn er trägt bis zu 30 Farbschichten auf, so dass sich ein differenziertes Kolorit herauskristallisiert. Die Farbe macht das Bild zum lebendigen Organismus, zum Stimmungsträger einer Dynamik, die sich dem Gegenständlichen entzieht. Die Landschaft wird nun nicht mehr allein als Oberfläche empfunden, sondern als Bildraum, in dem sich Erinnerungen an Naturerlebnisse, aber auch Farbenergien und malerische Formen zu einem Ganzen schließen.
Holzknechts uvre hat viel mit Erinnern und Imaginieren zu tun, sonst wäre es keine Malerei. Diese Verbindung zum Inneren des Menschen wird auch bei jenen Werkzyklen deutlich, die sich mit der Figur beschäftigen.
Holzknecht bekennt sich zu malerischen Traditionen wie dem Deutschen Expressionismus, die er aber im Hintergrund seiner Entwicklung verstanden haben will. Bei der großen Personale in Steyr sind auch Zeichnungen zu sehen.
Schlossgalerie Steyr, Blumauergasse 4: bis 29. April, Di bis So 10 - 12 und 14 - 17 Uhr
Foto: Johannes Markovsky
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