Schmiergeldaffäre
Aufsichtsratschef von Siemens tritt zurück
Ausland
20.04.2007 07:51
Knalleffekt im Schmiergeldskandal bei Siemens: Der Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer tritt zurück! Der langjährige Vorstandsvorsitzende will sein Amt am 25. April zur Verfügung stellen. Nachfolger Pierers als Aufsichtsratsvorsitzender soll Gerhard Cromme, bisher Aufsichtsratsvorsitzender von ThyssenKrupp, werden. Pierer zieht mit seinem Rückzug die Konsequenzen aus der Schmiergeldaffäre bei dem Elektrokonzern.
Pierer betonte angesichts der Schmiergeldaffäre: „Eine persönliche Verantwortlichkeit mit Blick auf die laufenden Ermittlungen war nicht Grundlage meiner Entscheidung.“ Die Pflicht gegenüber dem Unternehmen müsse aber Vorrang vor eigenen Interessen haben.
Cromme solle für den Rest der laufenden Amtsperiode bis zur Hauptversammlung am 24. Jänner 2008 Aufsichtsratschef werden, hieß es. Für Pierer rücke der als Ersatzmitglied gewählte Michael Mirow in das Gremium nach, der bis 2002 in der Siemens-Zentrale für die strategische Unternehmensentwicklung zuständig gewesen sei.
Auf der nächsten Hauptversammlung stehe nach Ablauf von fünf Jahren turnusgemäß die Neuwahl aller Vertreter der Anteilseigner des Aufsichtsrats auf der Tagesordnung.
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