¿Raucherkrieg¿

¿Watschn´n-Lehrer¿ wieder in Schule

Oberösterreich
12.04.2007 19:32
Der „Raucherkrieg“ an der Linzer Paul-Hahn-HTL ist noch nicht ausgestanden. Ein Lehrer soll den Schulwart geschlagen haben, als dieser ihn beim Qualmen ertappte. Jetzt liegt der Akt bei Gericht und beim Landesschulrat. Bis es Urteile gibt, darf der verdächtige „Watsch´n-Lehrer“ weiter unterrichten.

Obwohl zwei Schüler die Version des Schulwarts bezeugen, streitet der beschuldigte Pädagoge ab, gewalttätig geworden zu sein. Es gilt die Unschuldsvermutung. Gegenüber der „Krone“ sagte der Verdächtige, dass er schon länger nicht mehr rauche, Opfer einer schulinternen Intrige sei. Er habe den Schulwart angeschrien, weil er sich nicht verleumden lasse, verbotenerweise am Schulgelände geraucht zu haben, aber er habe nicht zugeschlagen. Jedenfalls hatte der Direktor daraufhin über den Lehrer ein Skikursverbot ausgesprochen. „Juristen des Landesschulrats haben befunden, dass die Gründe nicht reichen, um den Lehrer auf Dauer vom Unterricht fernzuhalten. Und in der Schule ist die Gefahr nicht so groß“, so HTL-Direktor Dr. Franz Brandl.

Somit steht der gelernte Jurist wieder in der Klasse. Bis der Landesschulrat über etwaige disziplinäre Maßnahmen entscheidet, „kann es noch dauern“. Ebenso, bis das Gerichtsverfahren wegen Verdachts der Körperverletzung beginnt.

„Ich habe dem Schulwart geraten, jedenfalls Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Das machen wir auch, wenn Schüler untereinander raufen und es zu Verletzungen kommt. So wird die Sache neutral abgehandelt und aus der Welt geschafft“, erklärt der Schulleiter. Er hofft, dass seine Schüler etwas aus der Affäre lernen: Gewalt ist keine Lösung…

 

 

 

Foto: Markus Schütz

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