Allerdings: Die Lehrer haben alleine mit den Sommerferien auch fast doppelt so lange frei wie ein Arbeitnehmer mit fünf Wochen. Aber auch in der Privatwirtschaft ist die durchschnittliche Krankenstandsdauer in den vergangenen Jahren stark gesunken. 1993 lag sie noch bei 15,1 Tagen, 2006 waren es nur noch 11,6 Tage. Beim Land Oberösterreich freut man sich über einen noch niedrigeren Wert: 10,92 Tage für Bedienstete nach dem ASVG-System, die achtzig Prozent der Mitarbeiter stellen. Der Rest sind Beamte - und die blieben gar nur 9,21 Tage ihrem Arbeitsplatz fern.
Eine ähnliche Bilanz zieht das Linzer Magistrat. Präsidialdirektor Dr. Ernst Inquart: „Wir liegen sicher nicht schlechter, auch bei uns ist der Trend rückläufig. Auf jeden Fall konnten wir in den vergangenen sieben Jahren eine Reduktion der Fehlzeiten um 25 Prozent erreichen.“ Für ihn spielt es eine große Rolle, wie gerne Mitarbeiter ihre Tätigkeit ausüben. „Dafür haben wir mit unserem Gesundheitsmanagement auch sehr viel getan.“
Auch Landeshauptmann-Stellvertreter und Personalreferent Franz Hiesl verweist auf das Gesundheitsförderungsprogramm des Landes. Weniger in der Verwaltung, aber in der Privatwirtschaft dürfte doch die Angst vor Jobverlust ebenfalls eine Rolle spielen. Gerade in Grippezeiten könnte dieses Pflichtbewusstsein aber dafür sorgen, dass Kollegen angesteckt und damit ganze Abteilungen leer gefegt werden…
Symbolfoto: Martin A. Jöchl
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