„Die Entwicklung bei den Medikamenten macht uns seit Jahren Sorgen“, gibt Alois Stöger, Obmann der oö. Gebietskrankenkasse, zu. „Nicht nur die hohen Ausgaben, sondern auch die Versorgungsqualität. Mehr Medikamente bringen ja nicht mehr Gesundheit, es gibt Wechselwirkungen. Deshalb muss Therapie optimal sein.“
1998 verordneten Oberösterreichs Ärzte 10,9 Millionen Medikamente, die Ausgaben lagen bei 154,8 Millionen Euro. Sieben Jahre später gab es mit 11,5 Millionen Verordnungen um fünf Prozent mehr, die Kosten dafür aber kletterten auf 225,7 Millionen Euro - eine Erhöhung um 45 Prozent! Weil in einer Packung zwischen zehn und hundert Pillen enthalten sind, kommt man mit einer Durchschnittsannahme von 30 Stück auf etwa 250 Pillen pro Kopf und Jahr.
Am häufigsten verschrieben werden Herz-Kreislauf-Medikamente bei Bluthochdruck oder Durchblutungsstörungen (11,2 Millionen Euro), gefolgt von Schmerzmitteln, Migränemitteln und Beruhigungsmitteln (10,6 Millionen €). Weitere 7,7 Millionen € kosten Medikamente bei Zuckerkrankheit und zur Behandlung von säurebedingten Leiden (Magen).
Foto: Peter Tomschi
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