Teurer "Spaß"

Einmal falsch Parken kostet gleich 179 Euro

Oberösterreich
10.04.2007 20:06
Wer kennt das nicht: Erst dreht man Runde um Runde auf der verzweifelten Suche nach einem Parkplatz. Dann, kurz bevor der Geduldsfaden endgültig reißt, die Lücke. Doch - die Freude ist schnell vorbei, wenn bei der Rückkehr ein Strafzettel an der Windschutzscheibe haftet. Zumal das ziemlich ins Geld gehen kann. Vor allem, wenn man auf Privatparkplätzen - etwa vor Supermärkten - steht.

Denn die werden oft von privaten Firmen überwacht - und die sind gnadenlos. Da werden nicht die üblichen 21,80 Euro fällig  sondern 179 € (in Worten: Einhundertneunundsiebzig)! Das ist schon fast „Abzocke“… „Dabei ist leicht zu erklären, warum das so teuer ist“, versucht Rainer Krottenthaler, Geschäftsführer der Linzer „Parkrecht GmbH“, die in der Landeshauptstadt 50 Abstellflächen (etwa Spar, Billa, Merkur, WAG, VKB) überwacht, zu beruhigen: „Kundenparkplätze sind Privatgrund, deshalb gilt nicht das Gleiche wie in Kurzparkzonen. Wir müssen alles über Anwälte abwickeln - und die haben ihre Tarifsätze.“

Trotzdem - 179 Euro fürs Abstellen eines Autos? Zumal nicht nur am Abend Vorsicht geboten ist - auch Dauerparker während des Tages nehmen die Sheriffs ins Visier. „Es kann nicht sein, dass einer - nur weil er in der Früh eine Dose Cola kauft - den ganzen Tag vorm Supermarkt stehen bleibt. Das kostet ja Umsatz“, so Krottenthaler. Und er legt nach: „Beim Falschparken gibt’s  kein Unrechtsbewusstsein. Dabei geh ich ja auch nicht in den Pool des Nachbarn schwimmen, nur weil er nicht daheim ist.“

Übrigens: Die Parkplätze gegenüber dem Musikpark A 1 werden (zumindest derzeit) nicht überwacht. „Die gehören drei Firmen - und die sind sich nicht einig, ob überwacht werden soll oder nicht“, so Krottenthaler.

 

 

 

Foto: Horst Einöder

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