EAG-Diskussion

Angst vor Atom- statt Wasserkraft

Oberösterreich
09.04.2007 19:51
Oberösterreichs Landtag hat zwar eine „österreichische Lösung“ beschlossen, doch 40 Prozent der Landes-Energie AG sollen über die Börse international angeboten werden. Während SP-Chef Erich Haider einen Ausverkauf unserer Wasserkraft ins Ausland befürchtet, beruhigt VP-Chef Josef Pühringer: „Mehr als 60 Prozent der Aktien werden im Land bleiben.“

Der rote Landes-Vize Haider fürchtet vor allem den Einstieg und Einfluss eines weltweiten Gigawattgiganten wie „e.on“, dessen Strommix zu 46 Prozent aus Kohleverbrennung, zu einem Drittel aus Kernenergie und nur zu zehn Prozent von sauberer Wasserkraft stammt. „e.on“ gab immerhin im Vorjahr 17,7 Millionen Euro für die Entwicklung von Atomkraftwerken aus.

Der Rote hat aber nicht nur Angst vor der Kernenergie durch die Hintertür, sondern auch um die Jobs und Investitionen in der Energie AG, die zu 93 Prozent dem Land OÖ und zu 6,5 Prozent der Stadt Linz gehört: „Dass das Personal so minimiert wird und die Gewinne so maximiert werden, dass die Versorgungssicherheit darunter leiden wird“, befürchtet Erich Haider.

Josef Pühringer zerstreut aber die Sorgen: „Ich werde alle Parteiobmänner an einen runden Tisch laden und nur eine verantwortungsvolle oberösterreichische Lösung vorschlagen: Die große Mehrheit der Aktien muss in unserem Land bleiben!“

 

 

 

Foto: Chris Koller

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