„Die meisten denken als Erstes einmal an Kaffeehäferln“, berichtet Angelika Fritz, eine der 30 Linzer Keramik-Studenten, von den Reaktionen anderer: „Wenn man erklärt, dass es um künstlerische Arbeit geht, erntet man alles - von Faszination bis zur Ratlosigkeit.“ Aber das macht der 25-Jährigen nichts aus. Genau wie ihre Kollegin Elisabeth Wedenig, die schon als Teenager die Grazer Kunst-HTL besucht hat, wusste auch sie schon sehr früh, wo es lang gehen sollte in ihrem Leben: „Dabei wurde ich auch immer von meinen Eltern unterstützt!“
Die beiden jungen Frauen sind aber nicht blauäugig, sie wissen, dass es schwierig ist, von Kunstkeramik auch einmal leben zu können: „Ich will schon freischaffend tätig sein, aber schon jetzt arbeite ich nebenher für einen Kachelofenbaumeister, da möchte ich auch später dazuverdienen“, ist Wedenig realistisch.
Nicht weit entfernt von der Keramik-Werkstatt der Kunstuni in Urfahr übt Birgit Lindbichler in einem Kämmerchen der Anton Bruckner-Privatuni an der Zither: „Die meisten hören sich das nur in der Adventzeit an, aber ich spiel´ das ganze Jahr, schon seit ich neun Jahre alt bin“, erzählt Lindbichler von ihrer Liebe zur Zither. Die hat sie von der Mama geerbt, die zu Hause in Spital am Pyhrn als Hobby gespielt hat. Die Studienwahl fiel aber trotzdem schwer: „Ich hab´ schon überlegt, etwas Sicheres wie Wirtschaft zu studieren. Aber heute bin ich heilfroh, dass ich es nicht getan habe!“ Ein Job als Musikschullehrerin wird sich finden, schon jetzt gibt Lindbichler Stunden: „Man glaubt es kaum, aber da ist alles dabei, vom 5-Jährigen bis zum Greis! Das macht Spaß, weil man immer neue Herausforderungen hat.“
Foto: Chris Koller
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