04.04.2007 14:13 |

Frau zu mieten

"Rentawife" verärgert Frauenrechtler

Was darf es denn sein: Etwa die blonde Isabelle, mit den Maßen 95-55-90, mit der man die Freunde so richtig beeindruckt, oder doch lieber Manuelle, die brünette Schönheit, die immer für eine Überraschung gut ist? Was auf "Rentawife" für manchen Mann sicher reizvoll klingt, treibt Frauenrechtler und Verbraucherschützer in Belgien derzeit auf die Barrikaden.

Eine echte Mietfrau - welcher Mann träumt nicht davon? Die belgische Website "Rentawife" (siehe Infobox) hat gleich 9.500 im Sortiment. Einfach die gewünschte Haar- und Augenfarbe, Maße, Alter und Herkunft auswählen und schon kommt die gewünschte Mietfrau nach Hause - per Post, wie ein Werbespot verrät. Für 350 Euro im Monat lassen sich bis zu drei Frauen mieten, für 1.600 Euro können sogar bis zu acht Frauen angemietet werden.

Dass der Service funktioniert, davon berichten auch zufriedene Kunden auf der Website: Christian, der 35-jährige Elektriker etwa, weiß nach Feierabend nie, auf was er denn gerade Lust hat. Er hat sich deshalb für das Multiplo-Angebot entschieden und genießt seitdem die Präsenz mehrerer Frauen in seinen eigenen vier Wänden.

Spätestens bei der Bestellung dürften potentielle Frauen-Mieter jedoch stutzig werden: "Rentawife" entpuppt sich als gut gemachte Werbeseite für einen DVD-Mietservice. Während das Unternehmen die Website als Parodie versteht, klettern die belgische Verbraucherzentrale und das Institut für Geschlechtergleichstellung auf die Barrikaden. Sexismus und ein Verstoß gegen das Verbot des Menschenhandels, lauten die Vorwürfe.

Die Macher von "Rentawife" versuchen derzeit zu beruhigen: "Man wolle die Verbraucher damit überraschen, aber nicht verführen."

Samstag, 31. Juli 2021
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