Die Angst geht um
“Superbazillus” tötet japanischen Buben
Ausland
02.04.2007 18:29
In Japan geht die Angst vor dem "Superbazillus" MRSA um. Erstmals ist ein Mensch - ein einjähriger Bub - außerhalb eines Krankenhauses den medikamentenresistenten Bakterien zum Opfer gefallen. Für gewöhnlich tritt der Erreger vor allem bei Krankenhaus-Patienten mit geschwächtem Immunsystem auf.
Die Verbreitung von MRSA außerhalb von Krankenhäusern stellt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Berlin aber ein neues, ernst zu nehmendes Problem dar. Der Tod des Kindes verdeutliche die Gefahr einer Ausbreitung des Bazillus in der Allgemeinheit, so das Institut. Wie sich der Bub angesteckt hat, ist nicht bekannt. Es wird aber vermutet, dass sich Menschen durch Hautkontakt infizieren könnten.
Der Bub sei im vergangenen Jahr an Lungenentzündung gestorben, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf Ärzte. Nach der Diagnose sei der Einjährige mit Antibiotika behandelt worden, zehn Tage später jedoch gestorben. In seinem Blut wurden dann die resistenten Bakterien gefunden.
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