50 Prozent Abstriche hatte SP-Minister Werner Faymann in Linz „angedroht“, weil zu wenig Geld für alle von Vorgängern versprochenen Straßen- und Schienenprojekte da sei. Denn in den rot-schwarzen Verhandlungen in Wien sind nur 10,5 Milliarden Euro österreichweite Investitionssumme für 2007 bis 2010 vereinbart worden, aus denen LH Josef Pühringer „etwa zwei Milliarden Euro“ für Oberösterreich fordert.
Jetzt zeichnet sich aber in Wien ab, dass doch mehr als zwanzig Milliarden Euro in Österreichs Verkehrsinfrastruktur fließen werden. Damit müssten auch deutlich mehr als zwei Milliarden Euro nach Oberösterreich gelangen.
Wie viel konkret und wofür konkret, das geben der Wiener Faymann (SP) und der Oberösterreicher Wilhelm Molterer (VP) am Montag bekannt. Schon jetzt muss man kein Hellseher sein, um voraussagen zu können, dass beim Linzer Westring und bei der Mühlviertler S 10 zwar jeweils Baubeginn 2009 gilt, die Projekte aber (vorerst) nur teilweise verwirklicht werden. Bereits mehrfach wurde die Aufspaltung jeweils in Nord- und Südteile angekündigt.
Auf dem Wunschzettel Oberösterreichs stehen auch die Generalerneuerung der Innkreisautobahn ab 2008, der Vollausbau der A 9-Tunnelkette Klaus ab 2014, die weitergehende Sanierung der Westautobahn, sowie die neuen Autobahnanschlüsse Linz-Auhof und Enns für die B 309.
Auch der Start des Ausbaus von Summerauer- und Pyhrnbahn (um 845 Millionen €) 2007 sowie der Bau der City-S-Bahn Linz (195 Millionen €) spätestens ab 2010 sind große Wünsche.
Foto: Chris Koller
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