Kolumbien galt bei spanischen Eroberern einst als Eldorado; die meisten der Goldgüter, die den Indianern als Kulturgegenstände dienten, wurden von den „Konquistatores“ eingeschmolzen. Nach vier Jahren Gesprächsverhandlungen hat das „Museu del Oro in Bogotá“ der Präsentation eines der letzten Schätze zugestimmt. Das Linzer Schlossmuseum ist nun die einzige Station in Europa, an der die „Goldschätze“ gezeigt werden.
Eine gelungene Ausstellungsarchitektur verknüpft die Exponate mit ihrer ursprünglichen Bedeutung. Im Gegensatz zu Europa hatte das Gold bei den Indianern keinen materiellen Wert, sondern nahm eine zentrale Rolle in religiösen Ritualen ein. Auch künstlerisch gilt diese Goldschmiedekunst als einzigartig.
Die Ausstellung startet morgen, am Sonntag, um 12 Uhr. Der Eintritt ist am Eröffnungstag frei, und man bietet zudem von 14 bis 17 Uhr einen Familiennachmittag an. Bei einem Gewinnspiel im Rahmen der Schau, die bis 26. August zu sehen ist, kann man die Nachbildung eines Schmuckstückes im Wert von 11.000 Euro gewinnen. Führungen gibt es ab sofort auch im Internet unter www.landesmuseum.at zum Herunterladen; Voraussetzung: ein MP3-Player.
Foto: Chris Koller
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