Übernahme

Österreich-Lösung für AMAG!

Oberösterreich
23.03.2007 21:56
Kein ausländischer Alu-Riese schluckt die ehemals verstaatlichte Austria Metall AG, die vor elf Jahren um einen Schilling an Klaus Hammerer ging. Nun hat er sich mit der Constantia Packaging AG der Industriellenfamilie Turnauer auf den Verkauf seiner Anteile geeinigt, sie wird die AMAG großteils übernehmen.

Aus dem Privatisierungs-Schilling könnte Hammerer nun um die 200 Millionen Euro Verkaufserlös gemacht haben - der tatsächliche Kaufpreis seiner 40 Prozent ist geheim. Weitere 40 Prozent hält Turnauer bereits, 20 Prozent sind in Händen der AMAG-Mitarbeiterbeteiligung.

Am 16. Februar 2006 waren die Kaufverhandlungen offiziell aufgenommen worden; gestern, Freitag Nachmittag, ist also nach mehr als einem Jahr nun eine Grundsatzvereinbarung geschlossen worden. Die Constantia Packaging AG (mit 1,3 Milliarden Euro Jahresumsatz) übernimmt demnach einen AMAG-Anteil, der 830 Millionen Euro Jahresumsatz entspricht.

Die Extrusion in Ranshofen - mit 300 Mitarbeitern und etwa 155 Millionen Euro Umsatz - verbleibt bei der Familie Hammerer; Sohn Jürgen Hammerer ist dort Geschäftsführer.

2006 war der AMAG-Verkauf auch immer wieder brisantes Polit-Thema; nun ist Walter Schopf, SP-Nationalrat und Metallgewerkschafter, zufrieden, dass es „eine österreichische Lösung“ für den Ranshofener Traditionsbetrieb gibt.

Mit der Einigung Hammerer-Constantia ist nun auch der Weg für Verhandlungen über den Kauf von Anteilen der Mitarbeiter offen. Diese wollen zumindest 10 Prozent und eine Aktie behalten.

 

Foto: Rubra

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