Neue Strategie

Voestler-Bollwerk gegen die ¿Finanzhaie¿

Oberösterreich
22.03.2007 20:25
Was löst das Beispiel Böhler in der Belegschaft der Voestalpine in Linz aus? Sorgen natürlich - bis hinauf zu Betriebsratschef Fritz Sulzbacher, wie er einräumt. Und Widerstandsgeist: Die Mitarbeiterbeteiligung wird, auch als Bollwerk gegen „Finanzhaie“, weiter ausgebaut.

Etwa 16.000 Voestler halten derzeit etwa 10,3 Prozent an ihrer Firma - das sind gut 16 Millionen Aktien, die aktuell einen Börsenwert von 880 Millionen Euro repräsentieren. Ein ordentlicher Brocken, der Übernahmen durch „Heuschrecken“ und „Finanzhaie“ zwar nicht verhindern, aber „deutlich erschweren“ kann, wie Sulzbacher bekräftigt.

Damit das auch in Zukunft so bleibt, finanzieren die Stahlkocher aus Lohnerhöhungen weitere Aktienzukäufe - im Jahr 2009 soll die Arbeitnehmerstiftung dann bereits 13 Prozent an der Voest halten.

Auch bei der Austria Metall AG hat sich die Überzeugung, dass eine Mitarbeiterbeteiligung Sinn macht, durchgesetzt: Von ihren 20 Prozent wollen die Ranshofener Alu-Kocher 10 Prozent und eine Aktie behalten, eine wichtige Mitbestimmungsschwelle also nicht unterschreiten. Derzeit wartet die Belegschaft aber ohnehin ab, was bei den Verhandlungen zwischen Klaus Hammerer und Constantia AG herauskommt.

 

 

Foto: Chris Koller

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