08.02.2007 08:50 |

Heftige Unwetter

Zehntausende Flutopfer in Indonesien & Mozambique

Heftiger Regen hat am Donnerstag neue Überschwemmungen in der indonesischen Hauptstadt Jakarta verursacht. Nach Behördenangaben mussten deswegen zehntausende Menschen in Notunterkünften bleiben. Auch im südostafrikanischen Mozambique müssen nach vierwöchigen sintflutartigen Regenfällen Tausende Menschen ihre Häuser räumen.

Am Mittwoch waren die Fluten in Jakarta dank guten Wetters in einigen Teilen der Millionenstadt zurückgegangen. Viele Menschen kehrten in ihren Häuser zurück und begannen mit den Aufräumungsarbeiten. In den Notunterkünften - größtenteils Moscheen und Schulen - haben Ärzte rund 58.000 Flutopfer wegen Durchfall, Hauterkrankungen und Atemwegsproblemen behandelt. In einer Woche starben durch Ertrinken oder Stromschläge mehr als 50 Menschen.

Insgesamt hatten während der Flutkatastrophe rund 420.000 Einwohner ihre Wohnungen verlassen müssen. Fast 170.000 Menschen seien weiter obdachlos. Nach ersten Schätzungen der indonesischen Regierung beläuft sich der durch das Hochwasser entstandene Schaden auf rund 350 Millionen Euro.

Alarmierende Wasserstände in Mozambique
Nach vierwöchigen sintflutartigen Regenfällen hat das südostafrikanische Land Mozambique Tausende Menschen zur Räumung ihrer Häuser aufgefordert. Betroffen ist nach Informationen des südafrikanischen Rundfunks vor allem die Zentralregion, durch die der Sambesi und seine Nebenflüsse strömen.

Die Wasserhöhe habe alarmierende Werte angenommen, berichtete die Regierung in der Hauptstadt Maputo. Mindestens vier Personen kamen in den Fluten bereits ums Leben, etliche Häuser wurden zerstört. Die nahe den Flussufern lebenden Menschen sollen ihre Häuser umgehend verlassen.

Von den heftigen Regenfälle im Süden Afrikas betroffen sind auch Teile der Staaten Angola, Sambia und Malawi.