Das Motiv, warum Raffael Sch. (20) sein Flobertgewehr vorm Veranstaltungszentrum lud, in den Mund steckte und abdrückte, nimmt der Chemielaborant mit ins Grab. „Jugendliche reagieren viel impulsiver als Erwachsene. Da kann schon ein kleiner Auslöser rasch zu einem fatalen Entschluss führen“, weiß Dr. Hans Rittmannsberger, Psychiatrie-Primar an der Landesnervenklinik Linz.
Das Tabuthema Suizid ist für Mitarbeiter des „Psychosozialen Notdiensts“ in Linz fast alltäglich. „Jeder 14. von jährlich 14.000 Anrufen hat dieses Thema. Und es melden sich auch immer mehr Eltern, die Angst haben, dass sich ihre Kinder etwas antun könnten“, so Dr. Monika Czamler. Sie rät Familien daher zu täglich einer gemeinsamen Mahlzeit, damit auch Probleme miteinander besprochen werden können.
Foto: gespag
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