Senza benzina
Italiens Tankwarte machen Zapfsäulen dicht
Die Tankstellenpächter wehren sich damit gegen einen Beschluss der Regierung, wonach künftig auch Supermärkte Benzin und Diesel verkaufen dürfen. Die Regierung will das Tankstellennetz liberalisieren, um die Zahl der Zapfanlagen in Italien zu steigern. Dank stärkerer Konkurrenz sollen die Benzinpreise sinken. Die Mitte-Links-Regierung will auch Großhändlern wie Supermärkten und Einkaufszentren die Genehmigung zur Verwaltung von Zapfanlagen geben.
Mehr Konkurrenz führe zu niedrigeren Abgabepreisen, meint Industrieminister Bersani. Im Gegenzug soll den Tankstellen der Verkauf von Lebensmitteln und anderen Waren erlaubt werden. Letzteren Punkt streben auch die Tankstellenpächter seit längerem an. Was den Verkauf in Einkaufszentren betrifft, sprechen sie jedoch von unlauterem Wettbewerb, der den Tankstellenpächtern nur noch mehr zusetzen würde.
Die französische Großhandelskette Auchan hat sich bereits interessiert erklärt, eigene Tankstellen zu eröffnen, die Benzin zu günstigeren Preisen anbieten würden. Dagegen wehrt sich die einflussreiche Lobby der italienischen Tankstellenpächter heftig. Sie fürchten, dass zu viele Selbstbedienungsstationen eröffnet werden und Arbeitsplätze verloren gehen.
In Italien gibt es mehr als 22.000 Tankstellen - zumeist kleine Betriebe. Die staatlich geführte Eni kontrolliert 40 Prozent der Tankstellen.
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