Lange Rätselraten

Todes-Tragödie bei Faschingsball

Oberösterreich
04.02.2007 19:31
Eine schreckliche Tragödie überschattete den „Sockenball“ in Obertraun im Bezirk Gmunden: Ein 20-jähriger Chemielaborant aus Bad Goisern besuchte mit einem Flobertgewehr als Soldat kostümiert die Faschingsveranstaltung. Stunden später lag er leblos im Freien beim Zugangsgelände: erschossen! Erst Sonntag Nachmittag konnte der Mordalarm aufgehoben werden.

Um 2.35 Uhr machte ein Ballbesucher im Freigelände beim Zu- und Abgang zum Ballsaal des Freizeitzentrums die schreckliche Entdeckung. Ein junger Besucher, Raffael S. (20) aus St. Agatha bei Bad Goisern, lag regungslos am Rücken auf dem Boden. Auf dem als Soldat verkleideten Ballbesucher lag ein Flobertgewehr. Zeugen, Rot-Kreuz-Helfer und ein Arzt kümmerten sich um den Burschen, der mit einem Freund zum Ball gekommen war. Doch der 20-Jährige war bereits tot.

Die Polizei stand lange vor einem Rätsel: Der „Soldat“ hatte innere Verletzungen, sein Mund war voll Blut, doch eine Austrittswunde am Kopf wurde nicht gefunden. Erst zwei Zeugen brachten Sonntag Mittag Klarheit in den Fall. Sie hatten Raffael alleine gesehen, als er sich draußen vorgebeugt hatte - vermutlich übers Gewehr. Sie dachten, dass einem Betrunkenen übel sei. Dann hörten sie einen dumpfen Knall - den Schuss. „Eindeutig Selbstmord“, schließen Ermittler den Fall.

Raffael muss die Kugel gezielt ins Gewehr geschoben haben. Im Ballsaal war es noch ungeladen, bestätigten Gäste. Das Motiv des als bei Mädchen schüchternen, aber durch seine Musik und Tätigkeit bei Vereinen im Ort beliebten Burschen, der vier jüngere Geschwister hat, bleibt jedoch unklar.

 

 

 

Symbolfoto

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