Peter Grögler vom Kasberg in Grünau erklärt das Phänomen: „Ab einem halben Meter Schnee haben wir künstlich dazugeschneit, damit alles kompakter wird. So blieben die Pisten griffig, wurden nicht pickelhart.“ Anfang 2006 hatte der Kasberg schon mehr als 30 „Schneitage aus Kanonen“ hinter sich, heuer waren es höchstens zehn. Und so gibt´s trotz bisher 30 Prozent Umsatzeinbußen eine Menge Ersparnis - nicht nur bei den Energiekosten. „Bei so viel Schnee wie im letzten Winter mussten wir mehrmals täglich präparieren und Parkplätze räumen - das alles fällt heuer weg, obwohl der Betrieb eingeschränkt läuft.“
Strom ist der größte Brocken
Den größten Brocken aber macht der Strom aus, wie Oberösterreichs Umweltanwalt Johann Wimmer weiß: „Ein Skigebiet wie Hinterstoder verbraucht etwa die halbe Winterleistung eines Kraftwerks wie Lambach.“ Aus Sicht des Naturschutzes dennoch im Vergleich mit anderen Bundesländern kein Problem. „Bei uns sind die Skigebiete ja klein. Das Wasser kommt aus Speicherseen und nicht aus Flüssen, Zusatzstoffe wie getrocknete Bakterien sind nicht erlaubt.“ Bedenken hätte er nur gegen Erschließung unberührter Natur über 2000 Metern, wie es andernorts auf Grund der Winterextreme diskutiert wird.
Kleine Lifte ohne Kanonen wie in Sandl und am Hochlecken müssen auf Naturschnee warten. Kirchschlag hätte zwar Beriesler, aber die bräuchten halt Temperaturen unter null…
Foto: Christof Birbaumer
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