Derzeit laufen die Proben zu „Orphée“ am Linzer Landestheater auf Hochtouren. Als Libretto diente Philip Glass das Drehbuch zum gleichnamigen Film von Jean Cocteau. Und so schwärmt denn auch Bruckner Orchester-Chef Dennis Russell Davies: „Ich finde es erstaunlich, wie er für jede Szene eine musikalische Stimmung findet. Dabei entstehen zum Weinen schöne Momente. Für mich eine der größten Opern des 20. Jahrhunderts.“
Wie bei „The Voyage“ führt auch diesmal Daniela Kurz, Tanztheater-Direktorin am Staatstheater Nürnberg, in Linz Regie. Die Filmvorlage hat für die Ästhetik ihrer Inszenierung keine Bedeutung. „In der Musik spüre ich ein gleichbleibendes treibendes Tempo“, erklärt sie. „Die Sänger sind daher konstant in Bewegung und erschließen sich flexibel neue Räume.“ Ein Bühnenbild im herkömmlichen Sinn wird es nicht geben. Extreme Klarheit in der Inszenierung soll Raum für Musik schaffen.
Komponist Philip Glass kommt zu den Proben am Wochenende nach Linz und wird auch bei der Einführungsmatinée am Sonntag (14. Jänner, 11 Uhr, Großes Haus) anwesend sein.
Foto: grox
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