„Damit ist der Fall für uns geklärt“, ist Chefinspektor Manfred Burger mit gutem Recht stolz auf den raschen Ermittlungserfolg. Daran haben nicht alle Polizisten geglaubt, die am 30. Dezember in Esternberg vor der zerstückelten Wasserleiche und einem Kriminalrätsel standen. Dienstag erkannte aber der Sohn des Toten seinen Vater auf einem Foto - und wies die Spur zur Geliebten des verheirateten Volkshilfe-Mitarbeiters Radivoje Gvozdic (45) aus Leonding: Die verwitwete Supermarkt-Verkäuferin Valentina C. wurde an ihrem 43. Geburtstag in Freistadt verhaftet.
Sie gestand die geplante Gräueltat und nannte als Motiv „Todesangst“. Sie und ihre Tochter (15) wären von dem Mann mit Mord bedroht worden, falls sie ihn verlassen würde. „Anders hab´ ich ihn nicht losgebracht.“ Sie habe deshalb geplant, ihm im Schlaf die Kehle zu durchtrennen und seine Leiche zu zerstückeln, weil sie nach einem Bandscheibenvorfall nicht schwer heben durfte. Die Tatwaffe legte sie nicht mehr in die Bestecklade zurück, sondern versteckte sie in ihrer Küchenkredenz hinter Plastikgeschirr: „Das Messer ist zwar gewaschen, doch in den Fugen könnten noch DNA-Spuren des Opfers sein“, lässt Burger das Beweisstück nun mikroskopisch untersuchen.
Die Armbanduhr aus der Donau wurde inzwischen von den Hinterbliebenen als die des ermordeten Familienvaters identifiziert.
Foto: Hannes Markovsky
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