Mi, 24. April 2019
07.12.2017 16:15

Affäre um 17 Gramm:

Befragung über HCB-Ballen

In der Debatte um die Entsorgung von minimal mit HCB belastetem Heu sollen jetzt die Bürger entscheiden. Alle Versuche, das Futtermittel loszuwerden, sind bisher ja gescheitert - bei einem runden Tisch am Montag wird nun das weitere Vorgehen eruiert. Eine Verbrennung im Tal wird nicht mehr ausgeschlossen.

Nachdem die Entsorgung der belasteten Heuballen im Görtschitztal kategorisch abgelehnt worden war, steht diese "Lösung" jetzt doch wieder zur Debatte. Der Grund: Weil zuletzt auch eine Kompostierung der 7000 Ballen in Niederösterreich geplatzt ist, bleibt Kärnten weiter auf dem mit 17 Gramm HCB belasteten Material sitzen. Und die Zeit drängt. Denn bis Jänner 2018 müssen die kontaminierten Futtermittel abtransportiert werden - sonst droht eine 600.000-Euro- Zahlung an den Altlastensanierungsfonds.

Nachdem auch Umweltschützer eine Verbrennung vor Ort als sinnvoll bezeichnet hatten, wird am Montag bei einem runden Tisch über diese Variante diskutiert. Nach der Aufrüstung der Anlagen sei eine Verbrennung im Zementwerk jedenfalls möglich, heißt es. "Allerdings nur mit dem Einverständnis der Bevölkerung", kündigt ein Sprecher von Umweltlandesrat Rolf Holub eine Befragung der Bürger an. Ob auch eine Verbrennung der 5000 mit 69 Gramm HCB belasteten Ballen in Erwägung gezogen wird, ist nicht bekannt.

Am runden Tisch sollen auch Umweltschutzorganisationen, Bürgerinitiativen, Experten der Medizinischen Universität Wien und der Gemeinden teilnehmen.

Thomas Leitner, Kärntner Krone

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