Do, 16. August 2018

Geldstrafe verhängt

17.11.2017 07:44

Polnische Hochzeit artete aus: Polizist verletzt

Von wegen schönster Tag im Leben: Eine polnische Hochzeit im Tiroler Außerfern artete in wüsten Tumulten aus, am Donnerstag hatten die Festlichkeiten sogar ein Nachspiel am Landesgericht. Zwei Gäste - der Angeklagte (18) und sein Onkel - waren sich in die Haare geraten, letztlich bekam auch ein einschreitender Polizist einiges ab. Statt Haft gab's eine Geldstrafe.

"Irgendwann hat jeder mit jedem nur noch geschrien, es war das reinste Chaos", schilderte eine Kellnerin als Zeugin. Doch der Reihe nach: Zunächst war es bei der Hochzeit mit zahlreichen polnischen Gästen zu einem Geplänkel des Angeklagten (18) mit seinem Onkel gekommen. Daraus wurde vor den Augen des Brautpaares eine handfeste Schlägerei, die Polizei wurde gerufen.

"Angeklagter hatte knallroten Kopf und sich aufgeplustert"
Ein Beamter schilderte vor Gericht: "Der Angeklagte hatte einen knallroten Kopf, sich aufgeplustert und sein aggressives Verhalten nicht eingestellt. Da habe ich die Festnahme ausgesprochen." Doch so einfach war das im Gedränge der Hochzeitsgesellschaft nicht: Polizist und Angeklagter (der vier Jahre Kickboxer war) stürzten zusammen zu Boden.

Der Bruder des 18-Jährigen riss den Polizisten weg, während der Discjockey wiederum dem Beamten helfen wollte. Passiert ist letztlich nicht viel, doch bei einem Polizisten gelten auch die erlittenen Abschürfungen vor Gericht als schwere Körperverletzung. Urteil gegen den einsichtigen jungen Polen: 1200 Euro Geldstrafe, davon 400 unbedingt. Der Beamte erhält 200 Euro Schmerzensgeld.

Andreas Moser, Kronen Zeitung

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