Inferno in Graz

Verdächtiger nach Großbrand ermittelt

Österreich
29.12.2006 20:24
Im Zuge der Ermittlungen zur Ursache des Brandes einer Lagerhalle in Graz am Freitagfrüh ist der Polizei ein etwa 50 Jahre alter Mann aufgefallen. Dieser habe sich in der Nähe des Brandortes sonderbar verhalten, man habe ihn deshalb "angehalten" und dann in die Landesnervenklinik Sigmund Freud gebracht, so ein Sprecher des Grazer Stadtpolizeikommandos.

Ob der Mann mit der vermuteten Brandstiftung in Zusammenhang steht, konnte nicht gesagt werden. Der Mann, der in der Umgebung der ausgebrannten Lagerhalle "merkwürdig herum getänzelt" sei und sich auch sonst durch sein Verhalten verdächtig gemacht habe, wurde von der Polizei vorerst nicht in direkten Zusammenhang mit dem Brand gebracht.

In den frühen Morgenstunden war ein Großeinsatz von Feuerwehr, Rettung und Polizei notwendig gewesen, um mehrere Brände unter Kontrolle zu bringen: Nachdem auf ein und dem selben Areal in der Herrgottwiesgasse 117 zunächst einige Mistkübel und eine halbe Stunde später Papier vor einer Wohnung in Flammen gestanden waren, brach kurze Zeit später auch Feuer in einer Lagerhalle aus.

Der Brand ließ sich wegen der Blechummantelung der Halle nur schwer unter Kontrolle bringen, 32 Personen aus einem angrenzenden Wohnhaus mussten evakuiert werden. Zumindest im Falle des Brandes bei der Wohnungstür ging die Polizei von einem gelegten Feuer aus.

Der mittlerweile gelöschte Brand wurde von der Feuerwehr weiter beobachtet. Der Sachschaden wurde von der Feuerwehr zunächst auf rund 400.000 Euro geschätzt.

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