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16.11.2017 09:07

Glastür stürzt auf Lehrling: Schwer verletzt

Ein Knacken - dann zerbröselte die knapp vier Quadratmeter große und zwölf Millimeter dicke Scheibe: Mittwochfrüh gab's in der oberösterreichischen PlusCity erneut einen schweren Unfall mit einer Glasschiebetür. Ein 18-jähriges Lehrmädchen erlitt dabei schwere Schnittverletzungen und musste genäht werden.

Die 18-jährige Linzerin war gerade dabei, die 1,1 Meter breiten und 3,6 Meter hohen Glastüren zur Seite zu schieben, um das Intersport-Geschäft zu öffnen, als es oberhalb von ihr knackte: Sekundenbruchteile später regnete es Glassplitter. Das Sicherheitsglas war bei der Aufhängung geborsten und - wie vorgesehen - in Millionen Scherben zersprungen. Splitter trafen das Lehrmädchen an den Händen und fügten ihm schwere Schnittverletzungen zu, die auch genäht werden mussten.

Wochenlang im Koma
Der Unfall erinnert an das Unglück vom 15. Februar 2016: Damals war beim Öffnen von drei Glastüren die stellvertretende Interio-Filialleiterin Aldina Z. und eine Putzfrau von zerspringenden und umstürzenden Glastüren getroffen worden. Die schwangere 27-Jährige war Wochen im Koma, brachte dann ein gesundes Mädchen zur Welt. Die Verletzte leidet noch heute an schwerem Kopfweh und Rückenschmerzen.

Anklage gegen Glastür-Lieferanten
Nachdem sich das Bezirksgericht Traun für unzuständig erklärte, hat die Staatsanwaltschaft erneut Anklage gegen den Lieferanten der Glastür eingebracht. Im Jänner findet der Prozess statt.

Seitens der PlusCity hieß es, die Unfälle seien nicht vergleichbar: Einmal sprangen drei Scheiben aus der Führung, nun zersplitterte die Scheibe wie bei Bruch vorgesehen.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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