Mörder leugnet

Blut des Opfers an den Händen

Oberösterreich
28.12.2006 01:30

In drei Wochen wird der Lambacher Mordverdächtige Jürgen H. (36) vor den Welser Richtern stehen und leugnen: Dass er als letzter Gast den Wirt Josef Muhr (68) erschlagen hat, dürften zwar Blutspuren an seinen Händen und seinem Handy beweisen, doch neue Zeugen könnten den Angeklagten entlasten.

Es wird jedenfalls spannend am 18. Jänner im Welser Schwurgericht und vielleicht ebenso überraschend ausgehen, wie der Indizienprozess mit den DNA-Beweisen um den Linzer Sauna-Gusti-Mord: Um so einen Freispruch kämpft auch der vorbestrafte Baggerfahrer aus Stadl-Paura. Sein Verteidiger Christian Rumplmayr stellt der Anklägerin Christina Chalupsky und dem Senatsvorsitzenden Dr. Anton Weber mehrere Zeugen gegenüber, die H.‘s Unschuld bestätigen sollen.

Wird die Indizienkette halten? Der letzte Gast soll den befreundeten Wirt um Geld angepumpt haben, weil er 200 Euro Schulden in einem Sexklub hatte. Diese Summe fehlte in der Kasse, nachdem Muhr mit einem Sessel erschlagen worden war. Im Blut fand man Spuren jener Schuhe, die H. im Traunfluss entsorgte. Seine Hände und sein Handy aber wusch und wischte er nur ab, sodass darauf noch Reste vom Blut des Opfers haften blieben.



Foto: Sicherheitsdirektion OÖ

 

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