Tragischer Unfall

Explosionsopfer im Tiefschlaf

Oberösterreich
25.12.2006 19:05
Er überlebte als Einziger das Explosionsdrama im Linzer Chemiepark in der Vorwoche: Der 23-jährige Leondinger Christian Horn liegt immer noch im Linzer UKH im künstlichen Tiefschlaf. Der Arbeiter hat so schwere Verletzungen erlitten, dass er jeden zweiten Tag operiert werden muss. Derzeit gilt sein Zustand aber als „stabilisiert“.

„Das ist ein ganz armer Teufel“, hat UKH-Oberarzt Christian Peterlik mehr als das professionelle Mitleid für seinen Patienten. Christian Horn stand daneben, als die beiden Arbeiter Karl Jung (54) aus Perg und Ivica Mincic (38) aus Traun beim Montieren eines Flansch auf einem Laugenbehälter der Ammoniakanlage der Agro Melamine Linz eine Explosion auslösten. Über die Ursache für das Unglück rätseln selbst die Experten. Insider vermuten, dass sich in dem riesen Stahlzylinder eine Gasblase gebildet hatte, die durch die Schneidarbeiten gezündet wurde. Während Jung und Mincic auf der Stelle tot waren, wurde Horn in einen Durchgang geschleudert und erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen an Bauch und Beinen. 

„Er ist an sich bereits stabil, wird aber noch beatmet und jeden zweiten Tag operiert. Aber aufgrund der Vielzahl von schweren Verletzungen wird seine Gesundung auf jeden Fall einen langzeitigen Verlauf haben“, ist Oberarzt Christian Peterlik überzeugt: „Und es ist einfach furchtbar, welche Verwüstungen so eine Explosion anrichten kann.“

Langsam besser wird auch der Zustand von Wolfgang D. (18) aus St. Oswald bei Freistadt. Der Fahrneuling saß bei einem schrecklichen Unfall in Lasberg hinter dem Steuer, bei dem der erst 16-jährige Thomas Hinterreiter getötet worden war.

 

 

Foto: FF Linz

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Oberösterreich
25.12.2006 19:05
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung