Nicht weiße, sondern stille Weihnachten stehen bei den Landsleuten auf der Wunschliste ans Christkindl ganz oben. Streit und schlechte Laune haben am Heiligen Abend nichts unter dem Christbaum verloren. Für jeden Zweiten gehört auch der Kirchgang zum besinnlichen Ritual.
Doch Advent und vor allem der Heilige Abend sind ein Beziehungsfest. Einsamkeit, Alkohol, Frust oder andere psychische Probleme können da auch zu Depressionsschüben bis zum Suizid führen. Erst diese Woche haben sich in Ostermiething (Bezirk Braunau) und Frankenmarkt (Bezirk Vöcklabruck) zwei Frauen das Leben genommen. „Das sind emotional aufgeladene Tage“, bestätigt Sozial-Landesrat Josef Ackerl (SP) und verweist auf die Notwendigkeit der psychosozialen Dienste - vor allem zu Weihnachten. Für bedrückte Menschen gibt es speziell im Zentralraum lindernde Angebote: Das Linzer „Haus der Frau“ bietet am Heiligen Abend ein Programm für Alleinstehende, im Haupthaus des Vereins „B 37“ an der Linzer Bethlehemstraße feiern die Betreuer am 24. Dezember mit 120 Obdachlosen Weihnachten.
Foto: Chris Koller
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