Neue Strategie

Kampf gegen Fachkräftemangel

„Wir müssen aktiv etwas gegen den Mangel an Fachkräften in Oberösterreich tun und uns verstärkt für qualifizierteres Personal einsetzen“, setzt Arbeitsmarktservice-Geschäftsführer Roman Obrovski die Ziele des AMS für das Jahr 2007: „Daher werden wir besonders Jugendliche, Frauen und auch Migranten mit Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen fördern.“

„Derzeit sind in Oberösterreich fast 586.000 Personen beschäftigt“, freut sich Obrovski, dass heuer die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vorjahr von 4,7 Prozent auf 4,3 Prozent zurückging. Dennoch ruht man sich auf den guten Fakten nicht aus: „Wir wollen auch künftig die Zahl der Arbeitslosen niedrig halten, und das geht nur, wenn wir auf die Ausbildung neuer Fachkräfte setzen“, so der AMS-Chef.

91 Millionen Euro stehen deshalb als Förderbudget für die Aus- und Weiterbildung dem AMS für 2007 zur Verfügung: „Gering qualifizierten Menschen werden wir durch zusätzliche Bildungsangebote einen Job verschaffen“, so Obrovski. Schon 2006 wurde das Fachkräftedefizit in Angriff genommen: „So massiv wie heuer haben wir noch nie Fachpersonal ausgebildet, trotzdem müssen wir mehr tun.“

Bereits jeder dritte Lehranfänger wird deswegen schon vom AMS gefördert: „Nur so können wir besseres Personal sichern“, sagt der Geschäftsführer.

Ein Problem gibt´s allerdings bei jobsuchenden Ausländern: „Geringes Integrationsinteresse und Sprachprobleme verhindern oft ein Dienstverhältnis“, weshalb Obrovski türkische Dolmetscher für das AMS im Beratungsbereich fordert. 

 

 

Symbolfoto: Uta Rojsek-Wiedergut

Samstag, 19. Juni 2021
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