Mi, 19. Dezember 2018

Vier Schüler gejagt

18.10.2017 06:16

Amokfahrt nach Beleidigung

Es waren kränkende Worte, die bei einem Mühlviertler Sonntag Nachmittag in Linz plötzlich die Sicherungen durchbrennen ließen, so dass er auf vier Kinder (7 bis 10 alt) losgefahren ist. Das Quartett hatte ihn - wie kurz berichtet - wüst beschimpft und provoziert. Der Vorfall endete zum Glück glimpflich, der Mann wurde ausgeforscht und angezeigt.

Der Streit hätte ein für die Kinder fatales Ende genommen, wenn sie nicht rechtzeitig davongelaufen wären. "Der Lenker wird wegen Nötigung und Gefährdung der körperlichen Sicherheit bei der Staatsanwaltschaft Linz angezeigt", bestätigt Stadtpolizei-Kommandant Karl Pogutter. Dem Amok-Lenker droht nun ein Strafverfahren. Die theoretisch mögliche Höchststrafe für dieses Delikt: ein Jahr Haft.

Über Grünstreifen
Der Vorfall hatte sich gegen 17.15 Uhr am Alleitenweg im Stadtteil Kleinmünchen-Auwiesen zugetragen. Die vier Volksschüler hatten den Mann zuvor offenbar massiv beleidigt und unter anderem als "fette Sau" beschimpft. Daraufhin dürften dem aus Herzogsdorf stammenden 41-Jährigen die Nerven durchgegangen sein. "Er ist mit dem Auto plötzlich über einen Grünstreifen auf die Kinder losgefahren und hat sie verfolgt, Reifenspuren zeugen noch davon", sagt Pogutter. Den Buben gelang es zum Glück, sich unverletzt in Sicherheit zu bringen. Aufgrund des Kennzeichens konnte der Amoklenker rasch ausgeforscht werden.
Laut Pogutter dürften sich Täter und Opfer bereits gekannt haben. Die Freundin des Mühlviertlers wohnt in dem Stadtteil. Bereits in der Vergangenheit soll es zu Streitereien gekommen sein, bei denen auch die Polizei gerufen wurde.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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