Mi, 19. September 2018

25.09.2017 16:24

Landesgartenschau in Wilhering in Gefahr

Die groß angelegten Renovierungs- und Sanierungsarbeiten rund um das Stift Wilhering - die "Krone" berichtete - haben bereits begonnen. Auch, um sich für die Landesgartenschau 2021, die Wilhering zusammen mit Linz ausrichten soll, aufzuhübschen. Vielleicht jedoch umsonst - denn SP-Bürgermeister Mario Mühlböck stellt das Projekt nun aus verschiedenen Gründen in Frage...

2021 ist Wilhering gemeinsam mit Linz Ausrichtungsort der Landesgartenschau. Die Landeshauptstadt hat, laut Vizebürgermeister und Kulturreferent Bernhard Baier (VP), bereits ihre Hausaufgaben erledigt: "Unsere Vorplanungsphase ist abgeschlossen. Wir haben Flächen beim Neuen Rathaus, in Alt-Urfahr und beim AEC definiert. Auch den Botanischen Garten haben wir in Erwägung gezogen." Während in Linz aber urbane Gartengestaltung im Mittelpunkt steht, soll die eigentliche Blumenschau rund um das Stift Wilhering angelegt werden.

Evaluierung in Auftrag gegeben
Doch da spießt es sich nun, wie Bürgermeister Mario Mühlböck (SPÖ) zugibt: "Ich habe eine Evaluierung in Auftrag gegeben, ob die Ausrichtung der Gartenschau überhaupt noch Sinn macht. Das Ergebnis erwarte ich Mitte Oktober." Konkret hat er mehrere "Dornen" im Auge: "Ich wusste zum Beispiel bis vor kurzem nicht, dass Steyr im selben Jahr die Landesausstellung ausrichtet. Das ist ja eine harte Konkurrenz." Auch die geplante Schiffsverbindung zwischen Linz und Wilhering gestalte sich schwierig. Zudem zweifelt Mühlböck daran, dass Wilhering genügend Parkplätze zur Verfügung stellen kann, und die Gastronomie in der Region wäre zu wenig.


Ein weiteres Problem: Das Stift hat rund 160 Hektar Fläche an die efko-Bauern verpachtet. Ein Teil davon wäre aber für die Gartenschau einkalkuliert gewesen. Efko würde zwar die benötigten rund zehn Hektar für die Gartenschau weiterverpachten und sich auch an der Ausstellung beteiligen, man könne das Areal aber dann nicht nachhaltig umgestalten. "Vorgegeben ist aber ein Zeitrahmen von fünf Jahren", so Mühlböck.

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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