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25.09.2017 15:55

Täglich 270 Tiertransporte in Oberösterreich

Etwa 45.000 Tiertransporte werden pro Jahr in Oberösterreich kontrolliert, etwa die doppelte Anzahl dürfte - geschätzt - unterwegs sein. Das sind rund 270 pro Tag! Dabei fällt die Zahl der Anzeigen mit 51 im Vorjahr fast verschwindend gering aus. Schwarze Schafe machen einen Bogen um unser Bundesland.

"Vom Bund sind auf der Straße 160 Kontrollen pro Jahr vorgeschrieben", erklärt mit Heinz Grammer der Vize-Landesveterinärdirektor - mehr als 170 werden durchgeführt. "Dabei sehen wir zum Glück selten leidende Tiere", so Stephan Hintenaus, der als Tiertransport-Inspektor für die Durchführung verantwortlich ist - siehe untenstehendes Interview.

Oft zuviel Platz für Tiere

Nicht selten würde dagegen Tieren beim Transport zuviel Platz gelassen, was sich fatal auswirken kann. Und es gibt genaue Reglen: Kälber dürfen ohne Pause neun Stunden transportiert werden, ausgewachsene Kühe 14 und Schweine 24 Stunden. Letztere dürfen während der Fahrt nichts fressen, müssen aber stets Wasser haben. Bauern dürfen eigene Tiere mit eigenen Fahrzeugen maximal 50 Kilometer weit kutschieren.

Drei Millionen Tiere in Schlachthöfen
"Internationale Transporte, die durch unser Land führen, werden am Ursprungs- und Zielland  überprüft - und sind auch Ziel unserer Schwerpunktkontrollen", so der politisch zuständige FP-Landesrat Günther Steinkellner. In oö. Schlachthöfen wird lückenlos kontrolliert - im Vorjahr  waren’s 42.868 Transporte und  drei Millionen Tiere.

Fast zehn Jahre ist Stephan Hintenaus Tiertransport-Inspektor für Oberösterreich. Er stellt Transporteuren ein gutes Zeugnis aus.

"Krone": Wir haben beim Thema Tiertransport oft Bilder von gequälten Schweinen, Kühen und Hühnern im Kopf.
Stephan Hintenaus: Dies sind, zumindest für Oberösterreich, falsche Bilder. Ich stehe jede Woche zweimal auf der Straße, wir kontrollieren vom internationalen Transport bis zum Landwirt, der nur ein paar Kilometer weit fährt, alles. Und leidende Tiere sind wirklich die Ausnahme.

"Krone": Woher kommt dann die Zahl der Anzeigen?
Hintenaus: Vor allem, weil Dokumente fehlen oder ein Fahrer keine Zusatzausbildung hat. Wir hatten heuer zwei Fälle von nicht transportfähigen Tieren: eine hochträchtige Kuh, ein krankes Tier.

"Krone": Gibt es bekannte schwarze Schafe bei  Transporteuren.
Hintenaus: Wie überall. Es gibt einige Firmen, die wir schon  lange nicht mehr bei uns gesehen haben

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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