Checks und Schlangen

So abenteuerlich ist die Einreise in die USA

Ausland
10.09.2017 15:22

Möchte man legal in die USA einreisen, gibt es vorab einige Hürden zu überwinden, ehe man einen Fuß in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten setzen darf. Diese zeigen sich vor allem in Form von zahlreichen Sicherheitschecks und damit einhergehenden langen Warteschlangen. Wie abenteuerlich das Prozedere für Reisende tatsächlich ist, hat krone.at-Redakteurin Charlotte Sequard-Base auf dem Weg nach Los Angeles getestet.

Plant man als Tourist ohne Visum in die USA einzureisen, muss man seit 2009 zunächst online mittels ESTA-Formular eine Einreisebewilligung beantragen. Dieses System wurde von den US-Behörden entwickelt, um Reisende bereits vor Abflug überprüfen zu können. Hat man dies spätestens 72 Stunden vor der Abreise erledigt, geht's ab zum Check-in.

"Sie haben das große Los gezogen"
"Sie haben das große Los gezogen" - wird man jedoch mit diesen Worten vom Bodenpersonal am Schalter begrüßt, bedeutet das leider nicht, dass man ein Gratis-Upgrade in die Businessclass erhalten hat. Vielmehr bekommt man statt einer Bordkarte die Information, dass man von den US-Behörden für einen zusätzlichen Sicherheitscheck ausgewählt wurde.

Schlange vor dem Sicherheitscheck in Wien (Bild: Charlotte Sequard-Base)
Schlange vor dem Sicherheitscheck in Wien
(Bild: Charlotte Sequard-Base)

Mit einer provisorischen Bordkarte darf man dann zur ersten Kontrollstation, die alle Flugreisenden durchlaufen müssen. Nachdem man brav Flüssigkeiten und technische Geräte aus dem Handgepäck gezaubert und die Schleuse Pieps-frei passiert hat, geht es weiter zu einem Informationsschalter der Airline. Hier wirft ein Mitarbeiter einen prüfenden Blick auf die Bordkarte, ehe man in einen bei den Gates befindlichen Raum geleitet wird.

(Bild: Charlotte Sequard-Base)

Bei den Gates am Flughafen Wien gibt es einen Raum für zusätzliche Sicherheitschecks. (Bild: Charlotte Sequard-Base)
Bei den Gates am Flughafen Wien gibt es einen Raum für zusätzliche Sicherheitschecks.

Auf Sprengstoffspuren getestet
Dort wartet auf den auserwählten Reisenden die zweite Kontrollrunde. Diesmal werfen die Beamten ein deutlich genaueres Auge auf das Handgepäck als beim ersten Check: Technische Geräte müssen nicht nur ausgepackt, sondern - falls vorhanden - auch aus ihrer Schutzhülle genommen werden. Außerdem sollen auch Ladekabel hergezeigt werden. Der Reisende selbst muss seine Schuhe ausziehen und wird dann vom Personal mit einem kleinen Stück Stoff an verschiedenen Körperstellen abgetupft - dabei wird man auf Sprengstoffspuren geprüft.

(Bild: Charlotte Sequard-Base)

Hat man auch diese Runde überstanden, darf man endlich ins Flugzeug steigen. Da man vorab nie weiß, ob man einen zusätzlichen Sicherheitscheck durchlaufen muss, empfiehlt es sich, mindestens zwei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.

Im Flugzeug verteilt das Bordpersonal dann ein Formular zur Zollerklärung mit 15 Fragen, das man später ausgefüllt den Beamten übergibt.

Während des Fluges muss man ein Formular für den Zoll ausfüllen. (Bild: Charlotte Sequard-Base)
Während des Fluges muss man ein Formular für den Zoll ausfüllen.
Nach dem zwölf Stunden langen Flug steht man auch in Los Angeles erst einmal an. (Bild: Charlotte Sequard-Base)
Nach dem zwölf Stunden langen Flug steht man auch in Los Angeles erst einmal an.

Überprüfung an Automaten
In den USA angekommen, steht man zuerst wieder in der Schlange. Diese führt zu Automaten, wo man seinen Pass einscannen und erneut - teils die gleichen - Fragen beantworten muss. Danach prüft ein Beamter den Pass, ehe man sein Gepäck holen darf.

Bevor man zu den Sicherheitsbeamten kommt, muss man an einem Automaten ein paar Fragen beantworten. (Bild: Charlotte Sequard-Base)
Bevor man zu den Sicherheitsbeamten kommt, muss man an einem Automaten ein paar Fragen beantworten.

Doch auch an dieser Stelle ist man noch nicht wirklich in den USA angekommen. Denn bevor man den Flughafen samt Koffer verlassen darf, wird noch einmal der Pass überprüft. Erst danach hat man es geschafft - und dem ersten legalen Schritt auf US-amerikanischen Boden steht nichts mehr im Wege.

(Bild: Charlotte Sequard-Base)
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