Do, 21. Juni 2018

Pflichtschulen

03.09.2017 18:28

Bei Sonderpädagogik: "Bleiben auf Kosten sitzen!"

In den nächsten Jahren kommen auf Kärnten weitere Schulschließungen zu. Der Landesrechnungshof hat in seinem jüngsten Bericht neben zu geringen Schülerzahlen auch zu kurze Lehrerarbeitszeiten kritisiert. Jetzt wird auch über die Sonderpädagogik diskutiert.

Der Landesrechnungshof geht mit der Struktur der Pflichtschulen in Kärnten hart ins Gericht. Wie berichtet, seien 184 Volksschulen rein rechnerisch "zu klein". Die kleinste VS habe nur 19 Schüler - bei der größten seien es 392. Zusammenlegungen wären zu prüfen.

Neben den VS kämpft man auch in Neuen Mittelschulen mit schwindenden Schülerzahlen. Bei den Lehrern haben die Prüfer zu kurze Dienstzeiten bemängelt.

Jetzt ist eine Debatte um die Sonderpädagogik an den Kärntner Schulen entbrannt. Wie die Rechnungsprüfer in ihrem aktuellen Bericht kritisieren, hat das Bildungsministerium dem Land Kärnten ein Grundkontingent von 397,7 Planstellen bewilligt. Tatsächlich werden bei uns aber 598 Pädagogen gebraucht. "Der daraus resultierende Mehrbedarf im sonderpädagogischen Bereich beläuft sich auf 192,3 Planstellen und war vom Land Kärnten zu finanzieren", wird im Bericht kritisiert. "Dass der Bund, konkret das Finanzministerium, die hierfür erforderlichen Planstellen in Kärnten finanziell nicht ausreichend abdeckt, muss umgehend geändert werden. Das Land Kärnten bleibt derzeit auf diesen Kosten sitzen," meint SP-Klubchef Herwig Seiser.

Thomas Leitner, Kärntner Krone

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