Di, 21. August 2018

Zehnfach-Bankräuber

18.08.2017 15:38

Serien-Täter wartete geduldig

Er ist die Ruhe in Person, wartet meist geduldig, bis keine Kunden in der Bank sind - und schlägt erst dann zu. Der Linzer Zehnfach-Bankräuber hatte auch am Donnerstag vor der VKB gewartet, doch diesmal übersah er eine Kundin. Ebenfalls interessant: Der Täter könnte ein Deutscher sein. Die Kripo hofft auf Zeugen.

"Der Täter agiert immer auffallend ruhig, sowohl beim Überfall selbst als auch bei der Flucht", sagen die Ermittler des Landeskriminalamts über den Zehnfach-Räuber, der am Donners-
tag - wie berichtet - um 8.44 Uhr früh die VKB in der Linzer Rudigierstraße überfiel und mit rund 17.000 Euro Beute auf einem Damenfahrrad entkam.

"Höflicher" Täter
"Normalerweise wartet dieser Bankräuber ab, bis keine Kunden mehr in dem Geldinstitut sind. Das war bei der Spängler- und bei der Schoellerbank, die er in Linz überfallen hat, so. Bei der RLB-Filiale in der Kefergutstraße hat der Täter sogar hinter einer Kundschaft am Schalter gewartet, bis er dran war", so die Ermittler.

Verbrecher lauerte eine halbe Stunde vor Bank
Laut Zeugen ist der Serien-Räuber ab 8.15 Uhr vor der VKB hin- und hergegangen, hat die Angestellte, die an der Kassa stand, beobachtet. Nur diesmal hat er eine Kundin übersehen, die sich am SB-Schalter aufhielt. Bei einem Coup in Wien ging er sogar wieder, weil ihm der Wirbel zu groß war.

Gauner sprach "auffällig schönes Hochdeutsch"
Bei dem Bankräuber könnte es sich um einen Deutschen handeln, da er laut Polizei ein "auffällig schönes Hochdeutsch, ohne österreichischen Akzent" spricht. Solche kriminellen "Expeditionen" deutscher Täter sind keine Seltenheit. Speziell Profi-Gauner schlagen immer wieder auch gern in Oberösterreich zu. Diese Serientäter fallen meist durch ihre Lieblingsmethode auf, oftmals hilft nur "Kommissar Zufall".


Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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