4,27 € im 1. Bezirk

Stadt verrechnet SPÖ für Toplage Billigst-Miete

Österreich
17.07.2017 05:56

Die SPÖ macht sich seit jeher für günstige Mieten stark - offensichtlich vor allem für sich selbst. Eine Anfrage der NEOS hat ergeben: Die Löwelstraße 18, Top-Adresse in bester Innenstadtlage und Polit-Zuhause der Bundesorganisation sowie der SPÖ Wien, gehört mitunter zu den billigsten Adressen der Stadt. Besitzer: ebendie.

Bereits im Jahr 2001 machte das damalige Kontrollamt die Billig-Mieten in der Löwelstraße publik, jetzt wollten die NEOS wissen: Wurden die Kosten den marktüblichen Preisen für diese Lage (im Schnitt 28,56 Euro pro Quadratmeter) angepasst? Die Antwort: Nein!

SPÖ zahlt weniger als Gemeindebaumieter
So bestehen am Objekt acht verschiedene Mietverträge. Im Durchschnitt bezahlt die SPÖ 4,27 Euro pro Quadratmeter - und damit weniger, als Gemeindebaumieter berappen müssen. Ein Großteil der Fläche, 2293 Quadratmeter, ist für die Sozialdemokraten überhaupt für 2,27 Euro zu haben. Gesamtmiete: 3181 Quadratmeter, Miete insgesamt: 13.586 Euro.

Das Büro von Wohnbaustadtrat Michael Ludwig verweist auf die alten Mietverträge, zudem habe das Kontrollamt die Mieten als damals "ordnungsgemäß" befunden.

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)
Wohnbaustadtrat Michael Ludwig

"Stadt verzichtet auf lukrative Einnahmen"
Das wiederum sieht NEOS-Klubobfrau Beate Meinl-Reisinger anders: "Die Stadt Wien verzichtet auf lukrative Einnahmen, nur um den roten Parteikollegen zu helfen. Das ist eine absolute Frechheit gegenüber den Steuerzahlern und Unternehmen und Betrieben, die in dieser Lage ganz andere Mieten zu zahlen haben."

NEOS-Klubobfrau Beate Meinl-Reisinger (Bild: APA/HELMUT FOHRINGER)
NEOS-Klubobfrau Beate Meinl-Reisinger

Michael Pommer, Kronen Zeitung

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