Die Zahl der Drogentoten in Kärnten steigt weiter. In Klagenfurt war, wie erst jetzt bekannt wurde, bereits am Freitag in einer Wohnung der Leichnam eines 34-jährigen Mannes entdeckt worden. Als Todesursache wurde Drogenmissbrauch festgestellt. Erst am Anfang Juli war ein 24-Jähriger an einer Überdosis gestorben.
Der Klagenfurter ist bereits das sechste Drogenopfer in diesem Jahr. "Angehörige haben sich bei der Polizei gemeldet, weil sie schon länger nichts mehr von dem Mann gehört hatten und sich sorgen machten. Eine Streife wurde zur Wohnadresse geschickt", erzählt Karl Schnitzer vom Landeskriminalamt.
Bei der Nachschau fanden die Beamten den Leichnam des 34-Jährigen in der Wohnung. Am Wohnzimmertisch lagen auch noch Suchtmittelutensilien, weshalb die Staatsanwaltschaft Klagenfurt eine gerichtliche Obduktion anordnete. Das Ergebnis: Eine Hirnschwellung aufgrund von Suchtmittelmissbrauchs hat zum Tod des Mannes geführt.
Ob der Klagenfurter ein weiteres Opfer der neuen Droge "U-47700" geworden ist, kann noch nicht bestätigt werden. Schnitzer: "Das Ergebnis einer chemisch-toxikologischen Untersuchung ist noch ausständig. Wir haben allerdings schon eine Vermutung." Der Klagenfurter ist zuvor polizeilich noch nicht in Erscheinung getreten, befand sich allerdings aufgrund seiner Abhängigkeit in einem Substitutionsprogramm, sprich in Drogentherapie.
Christian Spitzer, Kärntner Krone
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