Mi, 26. September 2018

Gmundner verhaftet:

04.07.2017 16:21

15-Jähriger drohte Amoklauf in Schule an

"Ich werde sie umbringen" - gegenüber Freunden drohte ein Gmundner mehrmals mit einem Anschlag bzw. einem Amoklauf in seiner ehemaligen Schule in Ohlsdorf. Beim Oberösterreicher, der als "auffällig" galt, wurden Hieb- und Stichwaffen und eine Gastpistole gefunden - eine scharfe Waffe hatte er in Reichweite.

"Der Verdächtige hat zumindest theoretischen Zugriff auf eine Schusswaffe gehabt", erklärt der Welser Staatsanwalt Christian Hubmer, warum die Drohung sehr ernst genommen wird.

Mehrmals auffällig geworden
Der bisher unbescholtene Bursche war binnen einer Woche mehrmals auffällig geworden: Er steht in Verdacht, mit NS-Schmierereien und einem eingeschlagenen Fenster in Verbindung zu stehen. Messer und Gaspistole in Wohnung entdeckt Bei einer freiwilligen Nachschau fanden Polizisten mehrere Messer, Totschläger und andere Hiebwaffen, dazu eine Gaspistole, die erst ab dem 18. Geburtstag erlaubt ist. Bei dieser Durchsuchung klickten dann auch die Handschellen.

Unmittelbare Tat-Androhung

"Der Bursch hatte unmittelbar zuvor den Amoklauf angekündigt", sagt Staatsanwalt Hubmer. Inzwischen wurde die Untersuchungshaft über den 15-Jährigen verhängt. Die Anschlagspläne, die gegenüber NMS-Schülern geäußert wurden, wären sehr konkret gewesen. "Wir müssen jetzt allerdings noch prüfen, inwieweit eine realistische Möglichkeit der Umsetzung der Drohung bestanden hat", sagt der Staatsanwalt.

Motiv ist unklar
Der genaue Hintergrund für die Mord-Drohungen gegen seine ehemaligen Lehrer ist noch ungeklärt, es dürfte sich um einen allgemeinen Hass auf die Schule gehandelt haben - vermutlich gibt der 15-Jährige den Pädagogen die Schuld am Scheitern in der Schule.

"Halte es für Aufschneiderei"
"Ich halte das Ganze für eine Aufschneiderei des jungen Mannes", so Bezirksschulinspektor Robert Thalhammer. Allerdings hätte bei den Lehrern kurz vor Semesterende schon gehörige Nervosität geherrscht, als die Absichten des Ex-Schülers bekannt wurden. Für den  Gmundner  gilt die Unschuldsvermutung.

Markus Schütz, Kronen-Zeitung

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