Unklare Identität

Schädel-Fund im Stubaital: Lösung ist in Sicht

Tirol
24.06.2017 09:53

Nach dem Fund eines skelettierten Schädels im Stubaital - die "Krone" berichtete - sind beim LKA Tirol erste Hinweise eingegangen. Zwar ist die Identität des Mannes weiterhin völlig unklar, die implantierte Platte könnte aber des Rätsels Lösung sein. Das System wurde bis 2003 offenbar auch an der Innsbrucker Klinik verwendet.

Am 22. April wurde unterhalb der Falbesoner Ochsenalm in Neustift der skelettierte Schädel samt implantierter Dreilochplatte, die im Zuge einer Operation angebracht wurde, entdeckt. Die Todesursache des Mannes konnte im Zuge einer gerichtsmedizinischen Untersuchung nicht mehr festgestellt werden. Und auch die Identität ist bis dato völlig unklar. Ausgemittelte DNA-Fragmente konnten keiner als vermisst gemeldeten Person zugeordnet werden.

System wurde auch in Innsbruck angewendet

Für die Ermittler aber längst kein Grund, den Fall zu den Akten zu legen. "Nach der Veröffentlichung eines Fotos vom Schädel sind schon einige Hinweise bei uns eingegangen", schildert Christoph Hundertpfund vom LKA Tirol der "Krone". Und zwar vorwiegend was die implantierte Platte im Bereich der rechten Augenhöhle anbelangt.

"Wir konnten bisher herausfinden, dass dieses System vielfach in Norddeutschland eingesetzt wurde. Bis 2003 wurde es aber offenbar auch in Innsbruck von einem Professor regelmäßig verwendet", ergänzt Hundertpfund.

Der Chefermittler erhofft sich nun, dass sich anhand dieser neuen Faktenlage die Identität des Mannes doch noch feststellen lässt. Und dabei setzt er auf die Zusammenarbeit mit der Innsbrucker Klinik.

Hubert Rauth, Kronen Zeitung

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