Mo, 22. Oktober 2018

Prozess

10.05.2017 11:34

"Tastatur-Krieger" gesteht Online-Morddrohungen

Weil er im Internet Morddrohungen gegen den ehemaligen FBI-Chef James Comey verbreitet hat, muss sich ein 32-jähriger Neuseeländer jetzt vor Gericht verantworten. Wie die Mediengruppe Fairfax NZ am Mittwoch berichtete, gestand Frank Stewart McLean, Comey während eines Geheimdiensttreffens im April in Neuseeland gedroht zu haben, er werde das Land in einer "Holzkiste" verlassen.

Eine Bombendrohung des 32-Jährigen auf der Facebook-Seite der US-Botschaft sorgte laut Anklageschrift zudem für die vorübergehende Evakuierung der diplomatischen Vertretung in der Hauptstadt Wellington. Vor dem Bezirksgericht von Rotorua gestand McLean nun, falsche Angaben gemacht zu haben, wie die Mediengruppe NZME berichtete.

Der NZME sagte McLean, er sehe sich als "Troll oder Krieger an der Tastatur" und habe spontan auf Berichte zu Comeys Besuch reagiert, über die er sich geärgert habe: "Die Schlagzeilen gaben mir den Rest. Ich sagte etwas Blödes - das war einfach nur Frust und dumm". McLean drohen bis zu drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe von umgerechnet 1265 Euro. Das Urteil soll am 7. Juni fallen.

Comey hatte im April an einem Treffen des Spionagebündnisses "Five Eyes" teilgenommen, dem Geheimdienste aus den USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland angehören. Inzwischen steht Comey nicht mehr an der Spitze des FBI: Am Dienstag wurde er überraschend von US-Präsident Donald Trump gefeuert.

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