12.12.2006 13:56 |

Pech gehabt

Richter weisen Klage gegen "Borat" ab

Die Klage zweier amerikanischer Studenten gegen den Kinohit „Borat“ ist gescheitert. Ein Gericht in Los Angeles lehnte es ab, den Verkauf der DVD zu stoppen und eine Szene aus dem Film schneiden zu lassen. Die beiden Studenten aus dem US-Bundesstaat South Carolina hatten behauptet, man hätte sie mit Tricks zur Mitwirkung an dem Streifen überredet worden und Sacha Baron Cohen hätte sie absichtlich betrunken gemacht, um ihre Unterschrift für die Einverständniserklärung zu bekommen.

Richter Joseph Biderman aber sah die Standards für eine Einstweilige Verfügung nicht erfüllt. Die Studenten konnten nicht nachweisen, dass der ihnen entstandene Schaden nicht auch durch Geld wieder gutgemacht werden könne. Über eine gesonderte Klage auf Schadenersatz muss noch entschieden werden.

Die beiden Studenten sind in einer Szene zu sehen, in der sie sich mit Cohen und einem weiteren Mann ein Sexvideo von Pamela Anderson anschauen. Dabei machen sie frauenfeindliche und rassistische Bemerkungen. Der dritte Mann hatte sich der Klage nicht angeschlossen.

Gegen „Borat“ laufen in den USA noch weitere Klagen. So fühlen sich auch drei rumänische Dorfbewohner von den Filmemachern verunglimpft. An den Kinokassen ist die Satire dagegen nach wie vor ein Hit. Der Film, der die Vorurteile der Amerikaner entblößen soll, spielte bisher allein in den USA umgerechnet rund 90 Millionen Euro ein.

 

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