Mi, 20. Februar 2019
21.04.2017 13:04

Terrorgefahr

Und wie lange leben wir noch mit 297 "Gefährdern"?

Leichen auf einem Gehsteig einer europäischen Metropole, Sondereinsatzkommandos mit Maschinenpistolen, Helikopter im Tiefflug, Politiker mit Trauermiene und dem üblichen "Wir sind trotzdem stark"-Blabla, dann folgen in den Online-Medien die ersten Fotos der Täter, Bilder von Karim C., Anis Amri, Abdelhamid Abaaoud, Ahmad Almohammad oder Khalid Masood etc., etc., etc.

Die Grausamkeit dieser allesamt muslimischen Terroristen wiederholt sich auf unserem Kontinent nun mittlerweile von Woche zu Woche. "Ja, ja - alles Einzelfälle", liefern dazu Zyniker auf Facebook und Twitter die Begleitmusik zum offensichtlichen Versagen der Staatsgewalt, uns Europäern eines garantieren zu können: die Sicherheit.

Ermittler im Bundesamt für Verfassungschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) sagen dazu inoffiziell: Es sei "nur eine Frage der Zeit", bis auch eine Stadt in Österreich wieder zum Tatort eines islamistischen Mörders wird. Über die offiziell genannte Zahl von 297 "Gefährdern" können die Terrorfahnder nur den Kopf schütteln: "Es sind längst viel mehr." Und nur die gefährlichsten Tschetschenen, Konvertiten oder Kriegsheimkehrer werden tatsächlich überwacht.

Auch Karim C., der in der Nacht auf Freitag zwischen den Luxusläden der Champs-Elysees vermutlich ein noch schrecklicheres Blutbad anrichten wollte, war unter Beobachtung des Staatsschutzes: Trotz seines versuchten Mordes an drei Polizisten im Jahr 2001 und einer Verurteilung zu 20 Jahren Haft konnte sich der Islamist jetzt ein AK-47-Sturmgewehr organisieren und erneut töten.

Wer glaubt noch, dass dies bei uns in Österreich nicht möglich wäre? Und wir wissen jetzt, was ein einziger dieser Mörder - etwa in Berlin, London oder in Nizza - an Leid verursachen konnte. Wir sahen, was zwei, drei Terroristen im November 2015 im Pariser Bataclan anrichteten.

Wir haben mindestens 297 Menschen in unserem Land, die ebenfalls derartige Grausamkeiten planen und ausführen könnten.

Es gibt jetzt nur zwei Möglichkeiten:

Entweder, die tatsächlich als gefährlich amtsbekannten Terrornetzwerker und diverse IS-Veteranen werden in einem Akt staatlicher Notwehr sofort verhaftet und aus unserem Land abgeschoben.

Oder, Plan B, wir riskieren einfach weiterhin das Zusammenleben mit 297 menschlichen Zeitbomben.

Dazu sollte allerdings die Frage erlaubt sein: Haben Sie, Herr Innenminister, tatsächlich diese "Gefährder" unter Kontrolle?

Das Team Stronach bringt dazu jetzt eine Parlamentarische Anfrage ein. Es sei hinterfragenswert, ob angesichts der "Terrorgefahr durch potenzielle Gefährder die innere Sicherheit noch umfassend gewährleistet ist".

Richard Schmitt
Richard Schmitt

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