19.04.2017 15:26 |

Knusprige Pommes

Michael Keaton ist "The Founder"

Ray Kroc mag sich selbst als Gründer von McDonald's verkauft haben, aber die Wahrheit sieht ein wenig anders aus. In "The Founder" (Kinostart: 20. April) spielt Michael Keaton jenen Mann, der einen kalifornischen Burgerladen in ein globales Imperium verwandelt hat. Die Idee und den Namen "stahl" er von zwei Brüdern, aber der Film will uns sagen: Was er eigentlich vollbrachte, war ein Kunststück.

Wir begegnen Ray Kroc (Keaton) im Jahr 1954 als erfolglosen Verkäufer von Milchshake-Maschinen auf der Suche nach der einen Idee, die ihn reich machen wird. Er findet sie in einem sympathischen Hamburgerrestaurant im Süden Kaliforniens, wo die Brüder Mac (John Carroll Lynch) und Dick McDonald (Nick Offerman) im Wesentlichen die Fast-Food-Kultur revolutioniert haben.

Die knusprigen Pommes frites, der Hamburger mit Zwiebel, Gurken, ein bisschen Ketchup und Senf - das Essen kommt in weniger als 30 Sekunden. Kroc wittert Franchise-Potenzial. Ein schneller, "gesunder", familienorientierter Ort wie McDonald's, sagt er, könnte die "neue amerikanische Kirche" sein.

Obwohl die Brüder Angst davor haben, die Qualität nicht in jeder Filiale kontrollieren zu können, willigen sie ein, mit Kroc zusammenzuarbeiten. Doch sie müssen bald erkennen, dass sie einen "Fuchs in den Hühnerstall" gelassen haben. Wenn Kroc vorschlägt, dass McDonald's Geld sparen kann, indem man Milchshakes mit Wasser und Pulver anstelle von Eis und Milch macht, sind die Brüder entsetzt. "Wir interessieren uns nicht für einen Milchshake, der keine Milch enthält!"

Kroc wird die beiden schließlich gemeinsam mit seinem Finanzmanager Harry J. Sonneborn (B.J. Novak) aus dem Geschäft verdrängen (alles legal, aber fragwürdig) und behaupten, dass er allein die Kette gegründet hat. Er wird die Brüder um ihre Aktienanteile betrügen und um ihren Familiennamen begaunern. Entlang des Weges wird er seine erste Frau (Laura Dern) verlassen und die Frau (Linda Cardellini) einer seiner Geschäftspartner (Patrick Wilson) heiraten. Kurzum: Seine Tage als Verlierer sind gezählt. "Ich bin ein Gewinner", erklärt er.

Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Im Namen eines unumstößlichen Qualitätsstandards: Wie Kroc Lizenznehmer wird und McDonald’s zu dem macht, was es heute ist, ist nicht nur wirtschaftspolitisch packend, sondern lebt vor allem vom Charisma Keatons, der hier eine Firmengeschichte durchdekliniert, wie wir sie noch nicht kennen. Die kurzweilige Chronik eines steinigen Weges.

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