11.04.2017 16:08 |

Warten auf Bischof

Bürgler: "Vertraue auf gute Entscheidung"

Seit dem Wechsel von Bischof Manfred Scheuer nach Linz sind fast 16 Monate vergangen. Die Diözese Innsbruck hat aber noch immer keinen Nachfolger. Viele Namen wurden schon genannt. Auch jener von Diözesanadministrator Jakob Bürgler. Er leitet derzeit die Diözese. "Ich vertraue auf eine gute Entscheidung", meint dieser im "Krone"-Interview.

Herr Diözesanadministrator Bürgler, hätten Sie sich gedacht, dass Sie die heurigen Osterfeierlichkeiten immer noch als Administrator in Vertretung eines Bischofs leiten werden?

Nein, damit habe ich nicht gerechnet. Aber es ist nicht so, dass es mich belastet. Ich freue mich darauf, zu Ostern die Liturgie zu leiten.

Und Sie bereiten sich bestimmt auch darauf vor, dass Sie mit Fragen rund um die sich hinziehende Bischofsernennung bestürmt werden?

Viele sprechen mich darauf an. Meine Antwort ist immer die gleiche: ich weiß nicht, wann die Entscheidung fällt und bin auch nicht in den Prozess aktiv eingebunden. Aber die Stimme der Diözese wird gehört, davon bin ich überzeugt. Ich werte das Interesse der Tiroler an der Bischofsnachfolge als Zeichen der Wertschätzung. Die Menschen nehmen Anteil, es ist ihnen wichtig, wer die geistliche Führung der Diözese übernimmt.

Wann rechnen Sie mit der Bekanntgabe eines Namens? Ist das lange Zuwarten nicht Indiz für einen Überraschungskandidaten?

Es ist wichtig, dass die Frage der Bischofsnachfolge in den Gremien nun Priorität hat. Ich hoffe, dass bis Sommer das wichtige Amt wieder besetzt ist. Und ich vertraue auf eine gute Entscheidung. Ich würde aber nicht sagen, dass die lange Entscheidungsfindung auf einen Überraschungskandidaten hinweist. So sehr wir alle uns wünschen, dass Innsbruck bald einen Bischof bekommt, wissen wir doch auch, dass diese Frage im Vergleich zu dem, was die Welt heute bewegt, sekundär ist.

Sie sprechen von der Verunsicherung in der Gesellschaft und der Angst nach den Terroranschlägen in Stockholm und Ägypten? Welche Osterbotschaft kann da die Kirche geben?

Gewalt darf nicht die Antwort auf Gewalt sein. Gerade Ostern soll uns bewusst machen, dass Leid und Schmerz nicht das letzte Wort haben. Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott alles zum Guten führt. Das hat er am Leben Jesus sichtbar gemacht. Er hat uns vor Augen geführt, dass es die Auferstehung gibt.

Claudia Thurner, Kronen Zeitung

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