10.04.2017 13:32 |

Empörung in GB

Vergewaltiger erhält viermal mehr Geld als Opfer

Ein schwer fassbares Gerichtsurteil sorgt derzeit in Großbritannien für Empörung: Demnach wurde einem wegen versuchter Vergewaltigung verurteilten Flüchtling eine Haftentschädigung von umgerechnet 32.000 Euro zugesprochen - sein Opfer hatte dagegen nur knapp mehr als 8000 Euro Schmerzensgeld erhalten.

Der mehrfach vorbestrafte Täter Bashdar Abdulla Qarani hatte für den Vergewaltigungsversuch vier Jahre Haft aufgebrummt bekommen, wie es in einem Bericht der britischen "Sun" heißt. Nach zwei Jahren wurde der 36-jährige Kurde vorzeitig entlassen. Die Polizei nahm den Mann allerdings umgehend wieder in Haft, da gegen ihn ein Aufenthaltsverbot bestand und die Behörden befürchten mussten, dass er andernfalls untertauchen würde.

Keine Papiere, Haft illegal
Qarani verbrachte weitere elf Monate im Gefängnis, ehe er im Dezember 2016 entlassen wurde. Daraufhin reichte er Klage wegen illegaler Inhaftierung ein. Er hatte nämlich keine offiziellen Ausweispapiere. Deshalb, so argumentierte sein Anwalt, hätten die Behörden seine Nationalität gar nicht beweisen können - womit seine Inhaftierung illegal gewesen sei.

Blanker Hohn für Opfer
Der Fall kam vor den Obersten Gerichtshof Großbritanniens. Und tatsächlich bekam Qarani dort Recht. Ein Richter sprach ihm laut "Sun" umgerechnet satte 32.000 Euro (27.000 Pfund) an Haftentschädigung zu. Blanker Hohn, wie es dem Opfer erscheinen muss, das für die körperlichen und seelischen Qualen, die mit der Sex-Attacke einhergingen, gerade einmal 8200 Euro (7000 Pfund) Schmerzensgeld erhalten hatte.

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