Die voraussichtliche Teilnahme des Bischofshofen Sportklub 1933 wirft viele Fragen auf. Jetzt nahm der Salzburger Fußballverband Stellung. Parallel schrieb der Klub wieder einmal einen Brief an die Stadtgemeinde und findet sich mit dem Aus am Sportplatz nicht ab.
Das riecht wieder einmal nach einer kuriosen Nummer in Bischofshofen: Trotz der Tatsache, dass der Bischofshofen Sportklub 1933 in der kommenden Saison nicht am Ligabetrieb teilnehmen darf, weil er keine geeignete Spielstätte vorweisen konnte (die „Krone“ berichtete), erhielten die Pongauer einen Startplatz in der ersten Runde des ÖFB-Cups.
„War logisch, dass der BSK nominiert wird“
Nominiert wurden die Bischofshofener dabei vom Landesverband und damit dem Salzburger Fußballverband (SFV), der sich wie folgt äußerte: „Wir nominieren alle Teams, die sich sportlich dafür qualifiziert haben. Wenn man sich die Tabelle anschaut, ist es logisch, dass auch der BSK nominiert werden musste“, sagte SFV-Sportdirektor Lukas Fabi.
Wenn man sich die Tabelle anschaut, ist es logisch, dass auch Bischofshofen nominiert werden musste.
Lukas Fabi, Sportdirektor des SFV
Sollte der BSK keine Mannschaft stellen können, droht in der ersten Runde eine Strafverifizierung. Gibt es doch ein Team, soll die erste Runde in Leoben (Steiermark) ausgetragen werden. Die Auslosung dafür erfolgt bereits am kommenden Montagabend (21.10 Uhr in ORF 1).
Obmann schickte ewig langen Fragenkatalog an Gemeinde
Offen ist neben dem Kader auch die Zukunft des Cheftrainers. Sean Caldwell, seit Jänner in Bischofshofen im Amt, behält dennoch einen kühlen Kopf. „Es ist insgesamt natürlich nicht leicht. Wir haben aber das Thema mit dem ÖFB-Cup und das müssen wir jetzt klären. Was meine Zukunft betrifft, habe ich dem Verein mitgeteilt, dass wir uns nach meinem Urlaub gerne zusammensetzen können“, sagte der Ire der „Krone“.
Gemeinde zeigte noch keine Reaktion
Fix wie die fehlende Zulassung ist auch der Auszug aus der Sportanlage. Da übernimmt mit 1. Juli der Skiclub, der in der 2. Klasse einsteigt. Was der BSK weiterhin aber nicht verstehen möchte. Obmann Josef Reiter schrieb kürzlich wieder einmal einen Brief an die Stadtgemeinde.
Darin fordert er Antworten auf insgesamt rund 170 Punkte bezüglich der Vergabe der Nutzungsrechte für die Sportanlage. Reiter beruft sich als Gegner des Amtsgeheimnisses auf das sogenannte Informationsfreiheitsgesetz. Eine Reaktion der Gemeinde gab es bislang aber nicht.
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