Foto-Skandal
Skandal um deutsche Soldaten weitet sich aus
Der Soldat berichtete dem Blatt, wie ein Soldat während einer Patrouillenfahrt in Kabul einen kleinen Buben zu sich gerufen, ihn in den Schwitzkasten genommen und ihm eine geladene Waffe an den Kopf gedrückt habe. Vier bis fünf Soldaten hätten mit ihren Digitalkameras Bilder gemacht.
„Der Bub hatte unglaubliche Angst, bis er bemerkt hat, dass er nicht wirklich erschossen wird“, berichtete der Unteroffizier dem Blatt weiter. Bis auf eine Ausnahme hätten sich alle anwesenden Soldaten über die Scheinhinrichtung amüsiert. Hinterher sei dem Buben ein Dollar „als Lohn“ in die Hand gedrückt worden.
Das deutsche Verteidigungsministerium verlangt konkrete Beweise. „Denjenigen, der dies behauptet, fordern wir auf, uns umgehend die notwendigen Beweise vorzulegen, damit wir den Vorwürfen schnell und gründlich nachgehen können“, sagte ein Sprecher des Ministeriums.
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