Durchhalteappell

Bush “sehr besorgt” über Lage im Irak

Ausland
25.10.2006 19:24
US-Präsident Bush hat die Lage im Irak angesichts der jüngsten Welle der Gewalt als sehr Besorgnis erregend bezeichnet. Die Geduld der USA im Irak sei "nicht grenzenlos", sagte Bush. Amerikaner hätten nicht die Absicht, ins Kreuzfeuer der rivalisierenden Fraktionen zu geraten. Er vertraue aber dem irakischen Ministerpräsident Al-Maliki, solange dieser die notwendigen "harte Entscheidungen" treffe.

Al-Malikis Aufgabe sei besonders schwer, so Bush. Das irakische Volk sei von Jahrzehnten der Tyrannei verunsichert und traumatisiert. "Wir treiben ihn an, aber wir treiben ihn nicht soweit, dass er seine Ziele nicht erreichen kann", sagte Bush. Es sei aber notwendig, "bis zu einem Sieg über die Terroristen zu kämpfen".

Die Sicherheit der USA hänge auch davon ab, dass ein freies Irak ein Verbündeter im Kampf gegen den Terrorismus werde. "Wir gewinnen und wir werden gewinnen, außer wir gehen, bevor der Job erledigt ist", sagte der US-Präsident knapp zwei Wochen vor den US- Kongresswahlen. Seine republikanischen Parteifreunde fürchten insbesondere wegen der Irak-Politik Bushs, ihre Mehrheiten im Senat und Repräsentantenhaus zu verlieren.

Durchhalteappell an US-Bürger
Angesichts der schlechten Umfragewerte für sich und seine Partei in den USA nutzte Bush die Rede zu einem Durchhalteappell. "Ich weiß, dass viele Amerikaner mit der Situation im Irak unzufrieden sind, ich bin es auch." Aber wenn die "Terroristen" im Irak nicht besiegt würden, dann würden "sie Zugang zu großen Ölressourcen bekommen und den Irak als Basis für den Umsturz moderater Regierungen im weiteren Mittleren Osten nutzen".

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